Was hat Mission mit Vollkornbrot zu tun?
Ein Bericht über den ersten StopArmut-Kurs in Bern
Mit dem Thema Armut und Gerechtigkeit aus biblischer Perspektive befasste sich der StopArmut-Kurs in Bern.
Das Echo auf die Ankündigung war gross: Eine überraschend grosse Teilnehmerzahl von 35 Personen hatte sich für diesen erstmalig durchgeführten Kurs angemeldet. Es wurden ganz unterschiedliche Menschen angesprochen, denn in Bezug auf Alter (20-70 Jahre) und Wohnort (Oberdiessbach bis Winterthur) fand sich eine sehr gemischte Teilnehmerschaft ein. Durchgeführt wurde der an sechs Abenden stattgefundene Kurs von der Berner StopArmut-Regionalgruppe.
Die ersten drei Kursabende widmeten sich den Fakten und Ursachen der weltweiten Armut, den biblischen Texten zu Gerechtigkeit und der Entwicklung eines integralen Missionsverständnisses. Anschaulich wurde der Begriff „integrale Mission“ eingeführt: Die umfassende Bekämpfung der globalen Armut aus christlicher Motivation wurde verglichen mit einem Vollkornbrot (spanisch: pan integral), welches das ganze Korn beinhaltet und nicht nur die leicht verdaulichen Teile. Damit wurde begründet, weshalb den Menschen nicht nur seelisch, sondern auch materiell geholfen werden soll.
Handlungsoptionen zur Bekämpfung der Armut als Individuum, als Gemeinde und auf politischer Ebene als Gesellschaft wurden in den folgenden drei Kursabenden thematisiert. Basierend auf dem englischsprachigen Kurs „Just People“ der Micah Challenge UK haben die Initianten Stefan und Matthias Hochstrasser sowie Thomas Wieland an jedem Kursabend ein herausforderndes Kurzreferat gehalten. Daneben wurden die Inhalte in szenischem Spiel, intensiven Diskussionen und kreativen Arbeitsblättern vertieft.
Die praktische Umsetzung der Kursinhalte wurde mit viel Elan in Form eines Aktionstages geübt. Mit Schoggi-Fondue und Informationsmaterial ausgerüstet haben die Kursteilnehmenden am Samstag vor Ostern auf dem Berner Bahnhofsplatz die Passanten für ungerechte Bedingungen (Kinderarbeit, niedrige Löhne etc.) in der Kakaoproduktion sensibilisiert und Alternativen durch den Kauf von fair hergestellter Schokolade aufgezeigt. Daneben hat ein Teil der Gruppe in Lebensmittelgeschäften dem Wunsch nach einem breiterem Angebot von Fairtrade-Schokolade Nachdruck verliehen, indem das Gespräch mit der Geschäftsleitung gesucht und ein Petitionsschreiben sowie ein Fairtrade-Schokoladegeschenk übergeben wurden.
Christen engagieren sich für Gerechtigkeit
Der “Just People”-Kurs von StopArmut 2015 setzt sich aus einer biblischen Perspektive mit Fragen der Armut und der sozialen Gerechtigkeit auseinander. Im Zentrum steht die Vision der StopArmut-Kampagne, dass sich Christen angesichts der Armut in dieser Welt für soziale Gerechtigkeit engagieren, weil sie durch die Bibel dazu aufgerufen werden.
Die Teilnehmenden werden aus biblischer Sicht und in Bezug auf die gegenwärtige Weltsituation für die globale Armutsproblematik sensibilisiert. Gemeinsam wird ein biblisches Missionsverständnis erarbeitet, welches Armutsbekämpfung als integralen Bestandteil hat. Auf drei Ebenen werden konkrete Handlungsimpulse entwickelt und Lösungsstrategien aufgezeigt: Auf der Ebene des Individuums, der Gemeinde sowie in Politik und Gesellschaft. Ein von den Teilnehmenden gestaltetes Projekt gibt die Gelegenheit zur praktischen Umsetzung der Kursinhalte.
Fotos
|
Daten des Kurses
Der Kurs besteht aus 6 Abenden und einer eintägigen Aktion. Die Kursabende finden alle 14 Tage von Januar bis März 2009 jeweils donnerstags von 19 Uhr bis 21 Uhr an der Zeughausgasse 14, Bern (Räumlichkeiten Vineyard Bern) statt:
- Donnerstag, 15. Januar 2009
- Donnerstag, 29. Januar 2009
- Donnerstag, 12. Februar 2009
- Donnerstag, 26. Februar 2009
- Donnerstag, 12. März 2009
- Donnerstag, 26. März 2009
Eintägiges Projekt (Strassenaktion, Vorführung...):
- Samstag, 4. April 2009
Kursanmeldung
Anmeldung bis 4. Januar 2009 an Joël Lavanchy, 031 332 08 67, joel.lavanchy(at)stoparmut.ch Der Kurs ist kostenlos, für eine kleine Fairtrade-Verpflegung ist gesorgt. Es wird erwartet, dass an allen Abenden teilgenommen wird. Durchgeführt wird der Kurs von der StopArmut Regionalgruppe Bern.





